Allgemeines :

Wir führen in unserer Praxis bei verschiedenen Arten der Pollen/Tierhaar- und Hausstauballergien eine sogenannte Hyposensibilisierungsbehandlung durch. Diese Behandlung ist nach dem heutigen Wissensstand die einzige Möglichkeit, eine Allergie ursächlich zu behandeln und beinhaltet die Möglichkeit, Sie auf Dauer von einer regelmäßigen Medikamenteneinnahme wegen der allergischen Beschwerden zu befreien. Die Behandlung besteht in einer regelmäßigen Gabe von Spritzen unter die Haut. Die Spritzen werden in der Regel in wöchentlichen Abständen bei uns in der Praxis gegeben. Sie enthalten die Stoffe, gegen die sie allergisch sind in ganz geringen Dosierungen. Die Dosis wird von Woche zu Woche mit dem Ziel gesteigert, Sie gegen die allergieauslösenden Stoffe unempfindlich zu machen. Die Gesamtdauer der Behandlung ist unterschiedlich und richtet sich nach individuell vorliegenden Gegebenheiten, wie z.B. der Art der Allergie und den allergieauslösenden Stoffen. Nach der Verabreichung der Spritze sollten Sie jeweils 30 Minuten in der Praxis bleiben und dem Personal sofort Nachricht geben, wenn Sie sich unwohl fühlen sollten, was glücklicherweise nur sehr selten vorkommt. Vor Beginn der Hyposensibilisierungsbehandlung müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein, damit die Behandlung erfolgversprechend ist mit einem möglichst geringen Risiko für Sie durchgeführt werden kann:

  1. Es darf in den letzten drei bis vier Wochen vor Behandlungsbeginn keine Impfung durchgeführt worden sein.
  2. Es darf keine Schwangerschaft vorliegen.
  3. Alle vorliegenden chronischen Erkrankungen müssen mit dem die Hyposensibilisierungsbehandlung durchführenden Arzt bekannt sein (insbesondere Asthma, andere chron. Atemwegs- und Lungenerkrankungen, Leber- und Nierenkrankheiten, rheumatische Erkrankungen, Erkrankungen die mit einer Immunschwäche einhergehen). Alle regelmäßig eingenommenen Medikamente müssen dem die Hyposensibilisierungsbehandlung durchführenden Arzt bekannt sein.

Während der Behandlung sollten folgende Hinweise berücksichtigt werden:

  1. Berichten sie dem Arzt bitte jedes Mal bevor Sie eine neue Spritze erhalten, wie Sie die letzte Spritze vertragen haben. Hierbei interessieren besonders lokale Reizerscheinungen an der Injektionsstelle und sehr selten auftretende allgemeine Erscheinungen wie übersteigerte Müdigkeit, Übelkeit oder Hautausschlag am ganzen Körper.
  2. Bei einem zwischenzeitlich aufgetretenen Infekt sollte der die Hyposensibilisierungsbehandlung durchführende Arzt informiert werden.
  3. Über neuverordnete Medikamente anderer Ärzte muß vor Beginn der Einnahme mit dem die Hyposensibilisierungsbehandlung durchführenden Arzt gesprochen werden, um eine mögliche Beeinflussung der Therapie auszuschließen.
  4. Am Tag der Hyposensibilisierungsbehandlung sollten Sie sich nicht zu stark körperlich anstrengen (Sport, Joggen etc.), sich nicht zu lange in der Sonne aufhalten (auch kein Sonnenstudio), keine Sauna besuchen und keinen Alkohol trinken.
  5. Während der gesamten Dauer der Hyposensibilisierungsbehandlung dürfen keine Impfungen vorgenommen werden.
  6. Während der gesamten Dauer der Hyposensibilisierungsbehandlung sollten bei bestimmten Arten von Allergien bestimmte Speisen vermieden werden (z.B. bei Allergie gegen Baumpollen von Hasel, Birke und Erle sollten kein Steinobst, Nüsse oder Äpfel gegessen werden, bei Allergie gegen Gräserpollen keine Sojabohnen und Erdnüsse).

 

 

 

 

 

 

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